Freiheit und Demokratie für den Iran.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,
sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
sehr geehrte Damen und Herren,
wir fragen Sie, ob Sie die Stimme des iranischen Volkes gehört haben?
Haben Sie in den Stimmen der Menschen eine ähnlichkeit und Einstimmigkeit mit den Stimmen der Menschen der restlichen Welt erkannt? Wissen Sie, warum das iranische Volk "Nieder mit Russland" schreit?
Das ehrenvolle iranische Volk nutzte die Tribune der herrschenden Besatzungsmacht während des traditionellen Freitagsgebetes, und übermittelte der Welt ihre Nachricht. Während ein Sprecher der Staatsstreichern die Menschen dazu aufforderte "Nieder mit Israel, Nieder mit England, Nieder mit der USA" zu rufen, riefen die Menschen "Nieder mit Russland".
Die aufgeweckten und ehrenwerten Menschen im Iran haben der Weltgemeinschaft wieder bewiesen, dass sich das Volk von der herrschenden Macht wesentlich unterscheidet, und diese Diktaturen keines Wegs Vertreter des iranischen Volkes sind. Das iranische Volk offenbarte Ihnen, den demokratischen Regierungen, ihre Haltung zum Atomprogramm der islamischen Republik.
Ist es nicht so, dass das iranische Volk, das Ihre Forderungen nach "Stopp der atomaren Ausrüstung der islamischen Republik" auf Straßen Teherans laut schreit, eine größere Unterstützung des Volkes durch Sie und die europäische Gemeinschaft erwarten darf?
Aus dem italienischen Parlament ist berichtet worden, dass mehrere Parlamentarier als Solidarität und zur Unterstützung der Menschen im Iran ein Signal gesetzt haben, in dem sie für einen Tag einheitlich grüne Krawatten trugen.
Haben die Deutschen Politiker keine grünen Krawatten, oder fehlt es ihnen an Kreativität?
Wollen Sie der iranischen Freiheitsbewegung kein unterstützendes Signal setzen?
Vielleicht wollen Sie wie viele Politiker, die selbst mal grün waren und sich als "Ersatz"-Demokraten bezeichneten, in Zukunft in große Gas- und Erdölgeschäfte einsteigen, egal ob es Menschenleben kostet?
Die russische Ausbeutung Irans durch Verkauf von veralteten und gefährlichen Waffen und Technologien, vor allem Atomanlagen, sind die Gründe für die Empörung und den Wut des iranischen Volkes gegenüber der Russischen Regierung.
Dass Russland die herrschende Putsch-Macht im Iran anerkennt, und der islamischen Republik Technologien und Instrumente zur Unterdrückung im Iran verkauft, entwickelte den Hass der Menschen gegenüber der Russischen Regierung, was sich in Zukunft für Russland sehr negativ auswirken wird.
Zu nennen sind hier SIEMENS und andere Wirtschaftsmächte, die die staatliche Gewalttätigkeit im Iran bislang unterstützt haben und der Besatzungsmacht im Iran Instrumente wie Abhörtechniken und Filtermöglichkeiten für die Internetnutzung verkauften, die die islamischen Republik zur Unterdrückung der friedlichen Menschen nutzte.
Die Empörung und der Wut des iranischen Volkes gegenüber der russischen Regierung und aller Regierungen und Unternehmen, die das Terrorregime in irgendeiner Weise unterstützen, ist begründet und verständlich.
Dieses Schreiben ist nur ein kleiner Bruchteil aus den verletzten Herzen aller Exiliraner, die ihre Heimat verlassen müssten, weil sie unter der im Iran herrschenden Diktatur nicht reden und leben konnten.
Die meisten Exiliraner verließen ihr Land, weil ihre politische Meinung mit Haft, Folter, Gewalt, Steinigung, Hinrichtungen und Verfolgungen unterdrückt wurde.
Viele in Deutschland lebende Exiliraner haben bereits die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen, weil sie hier ihre demokratischen und freien Denkweisen ausüben können. Wir wurden "Deutsche" weil in Deutschland die Menschenrechte für die gesamte Gesellschaft gleich gelten und die Menschen gleich berechtigt sind.
Nicht als Iraner, sondern als Deutsche, wollen wir Sie darauf aufmerksam machen, dass wenn es dem Terror-Regime im Iran gelingt, die demokratischen und freiheitlichen Bewegungen im Iran zu unterdrücken, und wir noch weiter unseren wirtschaftlichen Interessen im Iran nachgehen, den BND-Berichten zu Folge, die islamische Regierung in den nächsten sechs Monaten über Atomwaffen verfügen wird, und die Welt mit einem neuen Adolf Hitler, der wegen seinen Atomwaffen wesentlich unschlagbarer ist, konfrontiert sein wird.
Die Welt war Zeuge eines grausamen Verbrechens des iranischen Regimes. Die Welt war Zeuge, als eine junge unschuldige Studentin namens Neda vor laufenden K ameras erschossen wurde und auf den Boden fiel. Mit offenen Augen, tausenden unbeantworteten Fragen und einem gerissenen Herz, blutend aus dem Mund und aus den Augen, verließ uns Neda.
Das war kein Hollywood-Film sondern die pure Wahrheit im Herzen Teherans. Mittlerweile gibt es hunderte Neda's, die zum Opfer der staatlichen Gewalt im Iran wurden.
Aus vielen Regierungsgebäuden Italiens, hingen in den letzten Tagen grüne Flaggen aus den Fenstern.
Wir fragen Sie, regierender Bürgermeister, Herr Wowereit:
Wussten Sie, dass die Herrscher im Iran, die Existenz jeglicher Homosexuellen im Iran verleugnen?
Wussten Sie, dass das Regime jede Art Begegnung mit Homosexuellen als Sünde und sittenwidrig erklärt?
Wissen Sie, dass den Menschen verboten ist, Minderheiten, insbesondere Homosexuellen zu berühren oder die Hand zu geben?
Wussten Sie, dass Minderheiten im Iran verfolgt, gefoltert und gar hingerichtet werden?
Haben Sie die Stimmen dieser Minderheiten, die nach Freiheit und Gleichberechtigung schreien, nicht gehört?
In den letzten Wochen haben wir viele Berühmtheiten, Politiker, Künstler und Schriftsteller wie die großen Musiklegenden Bon Jovi, U2, Madonna und andere gesehen, die ihre Solidarität mit der iranischen Freiheitsbewegung demonstriert haben.
Berühmte Modedesigner Italiens beschmückten ihre Modelle mit grünen Gegenständen und zeigten Solidarität mit dem iranischen Volk.
Bei den Filmmaterialien, die den iranischen Widerstand gegen das brutale Regime zeigen, kann man sehen, dass die meisten jungen Menschen in Markenkleidungen von Boss, Nike, Adidas, Lagerfeld, Armani u. a. in den Kampfring gehen, auch wenn es uns Grund zu Bedenken gibt.
Die internationalen Presseagenturen haben während der Berichterstattungen über den tragischen Tod der Musiklegende "Michael Jackson" übersehen, dass derzeit Hunderte ihrer Arbeitskollegen "Journalisten" im Iran inhaftiert sind und gefoltert werden. Wir sind davon überzeugt, dass auch Michael Jackson ein Lied für die iranische Freiheitsbewegung komponieren gar singen wurde, wenn er heute noch am Leben wäre.
Wir appellieren an die öffentlichkeit (Presseagenturen, Medien, Fernsehsender, Radiosender, Zeitungen, Zeitschriften, usw.) über das Land, die Demonstrationen, die politischen Gefangenen und die Getöteten weiterhin zu berichten und den Wunsch des iranischen Volkes nach Freiheit und Demokratie zu unterstützen. Liebe Landsleute, liebe Mitbürger!
Sollten wir nicht über Künstler verfügen, die mit ihrer Kunst die demokratischen Bewegungen im Iran unterstützen können, sollten wir in diesem Lande keine Politiker haben, die sich zu den schrecklichen Ereignissen im Iran nicht äußern und keine Haltung zu den Missachtungen der Grundrechte der Menschen im Iran haben, sollten unsere Fragen unbeantwortet bleiben, dann frage ich Sie, verehrter Leser und verehrte Leserin, haben Sie die Rufe der Menschen im Iran überhört, die laut "Nieder mit der Diktatur" schreien?
Wussten Sie, dass die Iraner bei jeder Fußballweltmeisterschaft die deutsche Nationalelf favorisieren?
Ist Ihnen bewusst, dass die Unterstützung jedes Einzelnen von uns, sei es so klein, ein Hoffnungslicht für alle freien und demokratischen Menschen weltweit sein kann.
Haben Sie nicht auch einen grünen Gegenstand, den Sie als Solidarität mit dem iranischen Volk präsentieren können, wie Krawatte, Hemd, T-Shirt, etc.
Es gibt unzählige Methoden, wie man seine Solidarität mit dem Widerstand des iranischen Volkes präsentiert. Sollten Sie uns Ihre Unterstützung mitteilen wollen, werden wir sie gern aufnehmen, dokumentieren und den Menschen im Iran übermitteln.
Im Namen des iranischen Volkes bedanken wir uns für Ihre Mitwirkung.
Am 25.07.09 finden weltweit, auch in Deutschland politische Demonstrationen, Kundgebungen und Veranstaltungen nach dem Motto "Internationale Solidarität für Iran" statt.
Wir bitten Sie mit Ihrer Teilnahme ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzen und die Menschen im Iran zu unterstützen, die sich friedlich aber entschlossen für die Abschaffung der herrschenden Diktatur und Entstehung einer freien und demokratischen Staatsform einsetzen, in dem sie ihr Leben in gefährden.

Vielen Dank!

Color of Democratic Election e. V.
A Human Rights Organization
(in Gründung)
CODE e. V.
Berlin, 23.07.2009
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