Quds-Tag Rede

Liebe Freundinnen und Freunde,

zunächst lassen Sie mich im Namens unseres Vereins CODE, Color of Democratic Election, was in Deutsch "Die Farbe der demokratischen Wahl" heißt, uns bei allen Anwesenden und Organisatoren dieser Veranstaltung bedanken.

Ich freue mich, dass wir es trotz vieler Meinungsverschiedenheiten geschafft haben, zusammen mit mehreren Organisationen und Gruppen, heute einstimmig die Freiheitsbewegungen im Iran unterstützen können.

Vor rund 30 Jahren, nach der so genannten islamischen Revolution im Iran, während die Verfolgungen der Meinungsgegner begannen, während die Menschen verhaftet, gefoltert und hingerichtet wurden, rief der Revolutionsführer Ayatollah Khomeini alle Muslime weltweit auf, sich mit den Muslimen in Jerusalem zu solidarisieren. Die Menschen wurden aufgefordert jedes Jahr, zu einem bestimmten Tag namens GHODS (Al-Quds)-Tag auf die Straßen zu gehen und gegen Israel zu demonstrieren.

Selbstverständlich müssen wir uns für die Rechte von Palästinenser einsetzen. Selbstverständlich kritisieren wir das Vorgehen der israelischen Regierung gegen die Palästinenser. Es ist sogar unsere Pflicht, uns für alle Menschen dieser Welt einsetzen, die nach Freiheit streben. Doch dieses Jahr gingen die Menschen im Iran, nicht nur für die Rechte der Palästinenser auf die Straßen, sondern für ihre eigene Freiheit.

Während eine Minderheit den Iran okkupiert, bezeichnet sie Andere als Besatzungsmächte.

Während die Herrschaft im Iran, das eigene iranische Volk tyrannisiert, will sie sich weltweit für unterdruckten Völker einsetzen.

Meine Damen und Herren,
Nach dreißig Jahren Tyrannei, Unterdruckung, Folterungen, Verhaftungen, Vergewaltigungen und Diskriminierung des eigenen Volkes, hat das iranische Regime nach den manipulierten Präsidentschaftswahlen, wieder der Welt ihr wahres Gesicht gezeigt.

Als Menschen, friedlich gegen die bekannten staatlichen Manipulationen der Präsidentschaftswahlergebnisse auf die Straßen gingen und demonstrierten, war die Welt Zeuge von staatlicher Gewalt, Tötungen und Hinrichtungen.

Ausländische Medien wurden des Landes verwiesen, damit das wahre Gesicht des brutalen Regimes verborgen bleibt. Doch Dank der modernen Telekommunikationstechniken ist es den Menschen im Iran gelungen, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Die Welt war somit Zeuge, als die junge Studentin Neda auf der Straße erschossen wurde. Die Welt war Zeuge, als Millionen Menschen im Iran auf die Straßen gingen und Nieder mit dem Diktator riefen.

Liebe Freundinnen und Freunde,
die islamische Republik Irans, ist weder islamisch, noch eine Republik. Die islamische Republik Irans ist nicht die Vertretung des iranischen Volkes. Das Regime ist für die Iranerinnen und Iraner illegitim.

Somit ist Herr Ahmadinejad, nicht als Präsident des iranischen Volkes anzuerkennen. Ahmadinejad ist nicht der Präsident des Irans.

Die Menschen im Iran sind friedlich, und unterstützen niemals die aggressiven Aussagen der iranischen Machthaber gegenüber der Welt. Die Menschen im Iran sind gegen Hass und Tyranei.

Die Menschen im Iran wollen keinen Krieg, sie wollen den Frieden. Sie wollen keine Atombombe, sie wollen die Freiheit. Sie sind gegen die Diktatur, sie wollen die Demokratie. Sie wollen nicht, dass man sie als Terroristen ansieht, weil die Besatzungsmacht im Iran den Terror fördert, sie wollen endlich Akzeptanz und Menschenwürde.

Daher fordern wir die internationale Gemeinschaft, insbesondere die Bundesrepublik Deutschland auf:

Meine Damen und Herren,
Zur Unterstützung der aktuellen Freiheitsbewegungen im Iran, haben sich viele Vereine, Gruppierungen und Menschen in den letzten Monaten zusammengetan, um die Stimme des Volkes im Ausland zu vertreten und zu veröffentlichen.

Lassen Sie mich bitte als Letztes die Forderungen unseres Vereins CODE e. V. kurz aufzählen:
Die aufgezählten Forderungen sind nichts anderes als die Forderungen der Menschen im Iran. Wir fordern, dass die internationale Gemeinschaft, dass Sie meine Damen und Herren, sich mit den friedlichen Menschen im Iran solidarisieren. Wir hoffen, dass der Tag sehr bald kommen wird, an dem es weltweit Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung herrscht. Nur zusammen miteinander können wir uns für dieses Ziel einsetzen.

Wenn Sie sich über unseren Verein informieren wollen, können Sie es auf unserer Internetseite www.code-ev.org tun. Wir sind auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre Aufmerksamkeit.

pdf